Im Dialog…mit Manuela Naser, Vorsitzende des GHV Creglingen
Ein Dialog, zwischen Bernhard, Berater beim BDS Landesverband Baden-Württemberg, und Manuela, erfolgreiche Ortsverbandvorsitzende des GHV Creglingen, Familienunternehmerin, Familienoberhaupt.
Manuela Naser, Vorsitzende des GHV Creglingen
Bernhard:Manuela, ich habe ja Eure Hauptversammlung miterleben dürfen. Eine superklasse, gut geführte Veranstaltung, mit einer tollen Anerkennungskultur, mit Freude, Stolz und seit 1861 auch noch immer gelebter Tradition. Nun meine erste Frage: Was ist den Deine Motivation als GHV-Chefin? Manuela: Als erstes den Verein zusammenhalten. Helfen wenn nötig. Gute Präsentation der Gewerbetreibenden von Creglingen, und damit unserem ganzen Creglingen als Gemeinschaft in der Öffentlichkeit.
Wie siehst Du dazu die Zukunft des Mittelstandes überhaupt? Gute Frage, Bernhard. Es sind gerade schwierige Zeiten für den Mittelstand.
In vielen Bereichen laufen die Geschäfte nicht gut, da der Kunde / Verbraucher sehr verhalten ist und mit Einkäufen und Investitionen zögert. Leider hilft da die große Politik gerade gar nicht. Wir müssen selbst aktiv werden; was wir auch tun.
Wie ist Beruf, Ehrenamt, Familie, Zeit für Dich selbst mit deinen vielen Aufgaben vereinbar?
Familie Naser hält zusammen. Mann und Tochter sind auch dabei und stolz auf die Ehefrau und Mama.
Für mich ist das kein Problem, es läuft alles ineinander und miteinander. Ich bekomme viel Unterstützung von meinen Kindern und meinem Mann, daher ist alles meistens gut zu schaffen. Es macht mir meist Freude und Spaß, da ich gerne organisiere und plane und ich ein organisierter und strukturierter Mensch bin.
Was hast Du, zusammen mit Deinem super Vorstandsteam noch so alles vor in nächster Zeit? An erster Stelle natürlich unsere Leistungsschau alle 4 Jahre. Es ist mir wichtig, Creglingen nach außen gut zu präsentieren und zu zeigen, was wir alles haben und vor allem, was wir alles können. Unsere jüngste Idee ist die „Brücken Sommernacht“. Zum ersten Mal, dieses Jahr auf der Tauberbrücke – es liegt mir sehr am Herzen, für die Bevölkerung einen tollen Donnerstagabend zu gestalten, an dem jeder Spaß hat und mit guter Laune nach Hause geht.
Der Fokus ist auf die Jugend gerichtet. Gleichzeitig wird die Tradition hochgehalten durch die Verleihung von zwei goldenen Ehrennadeln des BDS-Landesverbandes. v.l.n.r.: Rolf W. Edelmann (BDS-Vizepräsident), Ulrich Schönberger und Georg Kellermann (ausscheidende Vorstandsmitglieder) mit Manuela Naser
Sag mal, welche Wünsche hast Du noch für den GHV? Ich wünsche mir, dass unsere Jungunternehmer, die bereits bei den Eltern in den Betrieben mitarbeiten – Lust haben, in den Verein zu kommen und reinzuwachsen, dass unsere Generation irgendwann unterstützend in den Hintergrund gehen kann und wissen, wir haben es gut weitergegeben. Gut weitergeben ist allemal besser als mutlos aufzugeben.
Wie wichtig ist der Kontakt zur Stadtverwaltung; diese Frage ist mir wichtig, den HGV/BDS und Kommune müssen doch Hand in Hand wirken, wie ist das bei Euch? Wir arbeiten sehr harmonisch mit unserem Bürgermeister und der Stadtverwaltung zusammen. Es ist ein sehr gutes Miteinander und jeder weiß, er kann sich auf den anderen verlassen und auf ihn zählen. Das ist sehr wichtig und macht vieles einfacher.
Eine voll besetzte Hauptversammlung beweist Tatkraft und Motivation.
Jetzt natürlich auch die Frage nach der BDS Mitgliedschaft. Wie ist das für Dich, für Euch? Was bedeutet für Dich die Mitgliedschaft beim BDS? Wie immer, ganz ehrlich! Man bekommt von Euch noch zu wenig mit. Es ist wie mit der Politik, mehr Nähe, mehr Verbindung ist unerlässlich. Veranstaltungen sind meist zu weit weg. Wir wünschen uns mehr Bezug und echte, lebendige, wertvolle Verbindung zum BDS. Als Herr Kunkel noch für uns zuständig war, war das mal eine Weile anders, besser. Das müsste wieder so werden.
OK, Manuela, solange ich aktiv bin, werde ich gerne präsent sein. Sag Bescheid, ich bin bereit. Noch eine sehr persönliche Frage. Ich bin ja auch Humorberater. Und Du bist eine echte Strahlefrau. Was bedeutet den Humor, lachen, positive Emotion, für Dich? Im Beruf, in der Familie, im Leben? Ich bin ein optimistischer Mensch. Manchmal ist meine Brille vielleicht zur rosarot. Ich denke und fühle Positiv, Niederlagen gehören zum Leben – aber dafür wird gleich eine Lösung gesucht und gefunden. Ich lache gerne und viel. Und habe gerne Menschen um mich, vor allem gut gelaunte.
Danke, das ist ein echtes Freudenkonzept. Gibt es etwas, wovon Du träumst? Einen Lebenstraum? Ich bin glücklich, privat und beruflich. Klar, ein Traum wäre noch eine Bar zu eröffnen. Doch bin ich beruflich so ausgefüllt, dass ich das nicht schaffen kann. Deswegen mache ich dann so was gerne an unserem Pferdemarkt, Ostermarkt und wann immer es sich ergibt und genieße es dann in vollen Zügen. Auch privat.
Wie bist Du so erfolgreich, hast Du ein Rezept, für Dich, vielleicht auch für andere Menschen? Mit gutem Beispiel vorangehen. Ideen und Visionen haben und diese umsetzen und versuchen andere dafür zu begeistern. Das gilt für alles, egal ob die Familie, die Firma oder der Verein. Menschlichkeit, ein offenes Ohr, Herzlichkeit, Harmonie und Herzblut und miteinander lachen.
Wow. Damit meine für heute letzte Frage: Was ist Dir noch wichtig? Ganz klar, wirtschaftlich, dann aber auch menschlich gesehen, eine funktionierende Gemeinschaft vor Ort – welche aber besser funktioniert, wenn die große Politik in Berlin gut Arbeit abliefert. Wir tun unseres dazu, mit aller Kraft, dann kann es was werden.
Ganz herzlichen Dank Manuela, Dir, Deinem Vorstandsteam, Eurer Vereinskultur, Deiner Familie von Herzen alles Gute und weiterhin gutes Gelingen. Bis zum nächsten Mal!
Text und Bilder:
Bernhard Ch. Klenk Verbandsberater BDS Landesverband Baden-Württemberg; SKS Akademie für Mensch-Sein und Entwicklung
E-Mail: berater@sks-ameise.de
Webseite: https://sks-ameise.de